Das Buch zum Seminar:

Wibke/Hagemann/Birgit Laser

Leben will gelernt sein - So helfen Sie Ihrem Hund, Versäumtes wettzumachen

Birgit Laser Verlag

 

 

 

erhältlich bei:

Buchhaltestelle

Österreichischer Pinscher - Holly

Nachlese zum Wochenendseminar vom 7./8. Mai 2016

Birgit Laser: Leben will gelernt sein - Deprivation bei Hunden

Was bedeutet „Deprivation“ bei Hunden eigentlich?

Werden dem Welpen in der wichtigen Prägephase (zwischen der 3. Woche und dem 3. Monat) Reize wie ua Farben, Geräusche und Sozialkontakte vorenthalten, die für seine gesunde Entwicklung notwendig sind, zeigen sie für den Rest ihres Lebens eine herabgesetzte Fähigkeit sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzen zu können.

Betroffenen Hunden fällt es schwer den Alltag ungehemmt bewältigen zu können, Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein, zu entspannen, sich länger zu konzentrieren oder  zu kommunizieren. Sie zeigen typische Symptome wie u.a. Ängstlichkeit, erhöhte Stressanfälligkeit, Hyperaktivität, gestörtes Sozialverhalten, Aggression und gesundheitliche Empfindlichkeit.

Deprivation ist eine entwicklungsbedingte Störung, ein Zustand der Entbehrung und Isolation, der nicht heilbar, aber durch gezieltes Training fast immer zu kompensieren ist.

So organisierte Beate Soltész (Traumhund) ein Wochenendseminar mit Birgit Laser, der bekannten deutschen Hundetrainerin und Autorin mehrerer Bücher zum Thema Clickertraining bei Hunden und Katzen. In ihrem letzten Werk „Leben will gelernt sein“ behandelt sie das Thema Deprivation und will betroffene HundehalterInnen dabei unterstützen ihren Hunden ein angstfreies und weitgehend „normales“ Leben zu ermöglichen.

Das Seminar richtete sich an HundetrainerInnen und VerhaltensberaterInnen, MitarbeiterInnen von Tierheimen, interessierte bzw. betroffene Hundehalterinnen. So hatte auch jeder der TeilnehmerInnen andere Vorerfahrungen, sei es mit dem eigenen Hund oder im Tierheim bei der Arbeit mit deprivierten Hunden, um sie an Besitzer vermitteln zu können.

Birgit Laser vermittelte nicht nur Wissen über die theoretischen Hintergründe wie Symptome und biochemische Botenstoffe, sondern gab auch nützliche Tipps für die Praxis. Wie lernt man für den eigenen Hund zu sprechen? Wie kann man ihn unterstützen und lenken, ohne ihn zu gängeln? Wie kann man dem Hund Sicherheit geben und gleichzeitig seine Selbständigkeit fördern?  Dies und viele weitere Themen wie sinnvolle Ausrüstung (Sicherheitsgeschirr), Trainingsübungen, Management und Wege zum gemeinsamen Ziel wurden von Birgit Laser an diesen zwei spannenden Tagen erläutert. Keine Frage blieb unbeantwortet und manch Diskussion wurde in den Pausen bei Kaffee /Tee fortgesetzt. Am Schluss erhielten alle TeilnehmerInnen das Skript zum Nachschlagen für daheim.

Der freundliche und respektvolle Umgang mit Mensch und Tier und die Verbesserung der Kommunikation zwischen den verschiedenen Arten hat für Birgit Laser stets oberste Priorität. Das Seminar wurde getragen von ihrer entspannten und humorvollen Art.

Man darf sich freuen und gespannt sein auf weitere Seminare der Hundeschule TRAUMHUND!

 

Catharina Pichler (Gesunde4Pfoten)